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CAN (Controller Area Networks) und MOST

Der moderne und aufgeschlossene Konsument mag heute nicht mehr auf die technischen Errungenschaften der elektronischen Industrie verzichten. Das Problem besteht aber darin, dass der gemeine Autoproduzent in seiner Entwicklung dem gewachsenen Bedürfnis seiner Kunden nicht in der gewünschten Geschwindigkeit nachkommen kann. Zu sehr muss er sich dem lästigen Thema Sicherheit unterwerfen. Deshalb wird Altem Neues zugeführt. Wobei damit nicht gesagt wird, dass MOST so neu ist. Hier eine oberflächliche, nicht allzu technische Über- oder Einsicht.

Der Automobilhersteller setzt gerne auf Altbewährtes - CAN. Was aber tun, um den gestiegenen Anforderungen durch die Consumer Electronics Herr zu werden? Noch beinhalten die meisten Autos nur das Anfang der 90er Jahre eingeführte CAN System.

CAN ist verantwortlich für Steuergeräte wie z.B. ABS und EPS, dient als Diagnosetester und zur Programmierung der Geräte. Kurzum, es findet seinen Einsatz vor allem als Kontroll - Interface.

CAN ist langsam aber sicher:

Bei einer Übertragungsgeschwindigkeit von gerade mal theoretisch höchstens 1 Mbit/s (praktisch die Hälfte) werden twisted-pair Leitungen verwendet. Es kommuniziert ereignisgesteuert. Das bedeutet, dass der CAN-Kontroller die Nachricht, die er von seinem Rechner erhält, erst dann versendet, wenn der Bus frei ist oder die Nachricht die höchste Priorität erreicht hat.  Dabei empfängt jeder Teilnehmer alle Nachrichten (Broad/Multicast). Es ist möglich, reine Empfangsstationen (wie eben eine Headunit) einzufügen, ohne Änderungen an Hard- oder Software durchführen zu müssen.

MOST (Media Oriented Systems Transport)

Hat heute seinen Einsatz in besser betuchten Kreisen, wird aber mehr und mehr auch in Mittelklassewagen gesichtet.  (Schätze mal dass DER Satz in 5 Jahren Geschichte ist!???) Es wird für Audio, Video, Navigation und Telekommunikation verwendet. Das Plus im vergleich zu CAN ist eine hohe Bandbreite bei niedrigen Kosten. Ohne auf Topologie etc. einzugehen, hier die für den Ottonormalverbraucher griffigen Attribute:

  • Eine Datenübertragung bis zu 24 Mbit/s sowohl synchron (bis zu 24 Mbit/s) wie asynchron (bis zu 14,4Mbit/s). 
  • Es ordnet jedem Knoten eine Adresse zu, die als Absender- oder Empängeradresse verwendet wird.
  • Es erlaubt Plug & Play.
  • Und last but not least: Kompatibilität mit der PC-Industrie.

Most macht es den Autobauern also möglich sowohl proprietäre wie auch standardisierte Übertragungsprotokolle wie Bluetoothi und USBi zu unterstützen. Ebenso können digitale Audio bzw. Video Formate dekodiert werden. Die dabei verwendeten Prozessoren sind wiederum für Software Updates erreichbar, da ja im System intergriert, das wiederum an einen Laptop mit entsprechender Software vom Mechatroniker Ihres Vertrauens angeschlossen werden kann.

Vorteile von MOST sind also:

Integriertes System bedeutet:

  • einfache Anbindung an die Lenkradsteuerung
  • vorgefertigte Dockingstations vom Autobauer können zum Einbau genutzt werden
  • Ausgabe der Infos von externen Geräten (I-Pod et al.) im Screen beim Tacho ist möglich