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Fakra-Stecker und Antennenbetrieb

Fakra-Stecker (Fakra, von FAchKReis Automobil) wurden erstmals im Jahr 2000 entwickelt, um die deutlich steigenden Anforderungen an Telematik-Systeme, Radio, GPS und Navigation im Auto zu befriedigen. Für Nachrüster ergeben sich allerdings manchmal Probleme, denn je nach Head Unit ist der Kauf von entsprechenden Adaptern unausweichlich.

Fakra-Stecker sind Hochfrequenz-Koaxialverbindungen, die speziell für die Auto-Elektronik entwickelt wurden. So sind sie beispielsweise vibrationsresistenter als andere Koaxialstecker. Ihre Betriebsfrequenz reicht bis zu 6 Gigahertz, der Wellenwiderstand beträgt 50 Ohm. Sie werden heute für Antennenübertragung, aber auch zur Übertragung von GPS, Telematik, Fernsehsignalen und Keyless Entry-Systemen eingesetzt.

Fakra-Stecker sind mit einer genormten Codierung mit dreizehn Möglichkeiten versehen. Sie erlauben es, die einzelnen Fakra-Stecker schnell zuzuordnen. Die Anschlüsse und ihre Farbcodierung:

Schwarz: Analogradio ohne Speisespannung

Weiß: Analogradio mit Speisespannung

Blau: GPS, Navigation

Violett: GSM Telefon

Grün und Braun: TV1 und TV2

Blaugrau: Zentralverriegelung Funkfernbedienung

Violett: GPS, Navigation

Beige: Funkfernbedienung, Standheizung oder Bluetoothi

Gelb: Radio mit Antenna Diversity

Rot, Orange und Weißgrün sind nicht definiert.

Fakra-Stecker werden heute unter anderem für den Antennenbetrieb verwendet. Moderne Fahrzeuge besitzen mehrere Antennen, so dass der Radio- oder GPS-Empfang hinter einem LKW und in Funklöchern nicht gestört wird oder abbricht. Werden zwei oder mehr Antennen im Fahrzeug verbaut - zum Beispiel im Himmel, an der Stoßstange oder der Heckscheibe des Fahrzeugs -, spricht man von Antenna Diversity.

Wenn das Fahrzeug noch keine Antenna Diversity besitzt, liegt nur ein Fakra-Kabel an. Nachrüstradios mit Antenna Diversity bzw. einem Doppeltuner benutzen dann eben nur dieses eine Kabel auf die Gefahr hin, bei Funklöchern schlechten Empfang zu haben.

Bestimmte Radiomodelle mit Mehrfachtuner benutzen den zweiten Tuner häufig, um zwischen den verfügbaren Autoantennen mit der besten Empfangsleistung hin- und herzuschalten (Schalt-Diversity). Andere Mehrfachtuner fahnden im Hintergrund in den Frequenzbereichen nach der besten Frequenz für den gesuchten Sender und überlagern die empfangenen Signale, so dass ein vergleichbar gutes Signal im Radio ankommt (Phase Diversity).