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Grundlagen zum Kauf eines Navigationssystems

Der Markt der Navigationssysteme wird ständig größer, die Technologie immer ausgefeilter - deshalb ist es auch für Tuner wichtig, sich einen Überblick über die Grundlagen von Navigationssystemen zu verschaffen: Welche Kaufkriterien gibt es und welche sind adäquat für meine Bedürfnisse?

Vor dem Kauf eines Navigationssystems steht die Frage, ob es ein stationär eingebautes oder mobiles Endgerät sein soll, das man z.B. auf Spaziergänge mitnehmen kann. Fest installierte Geräte im DIN-Schachti des Autos verlieren selten ihre Route, weil sie elektronisch mit den Fahrzeugrädern verbunden sind. Außerdem sind sie häufig schon für eine Telefon-Freisprecheinrichtung vorbereitet.

Große Tasten, großes Display, großer Preis

Touch Screens, also berührungsempfindliche Bildschirme, spielen beim Navigationsgerät eine große Rolle. Sind die dargestellten Tasten zu klein, sind sie natürlich schwer zu treffen - je kleiner die Tasten, desto unbeholfener wird die Menüführung.

Beim Kaufpreis spielt auch die Bildschirmgröße eine Rolle - je größer dieser Schirm ist, desto teurer das Gerät. Wichtig ist, dass der Bildschirm entspiegelt ist, damit bei entsprechendem Sonneneinfall das Display noch gut abzulesen ist. Wünschenswert sind auch Dimmfunktion und ein hoher Kontrast, damit die Route auch bei schwierigen Lichtverhältnissen bequem zu sehen ist.

Um die Route einzugeben, stellen verschiedene Navi-Hersteller unterschiedliche Funktionen zur Verfügung: die Eingabe von Hand, per Fernbedienung und per Spracheingabe. Mit einer Fernbedienung können auch die Mitfahrer bequem von allen Plätzen aus das Navigationsgerät bedienen. Die Spracheingabe ist die sicherste Methode, um Zielorte während der Fahrt durch dichten Verkehr zu verändern.

Assistenzsysteme geben die Richtung vor

Weitere Assistenzsysteme im Navigationsgerät erleichtern das Navigieren zusätzlich. Dazu gehören TMC und TMC Pro, Fahrspurassistenten, Tempowarner und Blitz-Warner. TMC, der Traffic Message Channel, warnt vor Staubildung auf der Route und zeigt diese auch an. Einige Hersteller jedoch liefern keinen TMC-Receiver zu ihrem Gerät, dieser muss dann extra gekauft werden. Oft berechnen Navis bei Staumeldungen dann Alternativrouten. TMC Pro ist die Weiterentwicklung dieses Systems. TMC-Pro-Meldungen sind in der Regel schneller, da diese Meldungen im Gegensatz zu TMC nicht von Hand, sondern von automatisierten Sensoren erfasst und weitergeleitet werden. Auch hier sind TMC-Pro-Receiver nicht immer im Kaufpaket enthalten.

Blitzwarner warnen zwar vor fest installierten Radarfallen, doch ist diese Funktion nicht immer ab Werk vorinstalliert und muss häufig von der Anbieterseite im Internet heruntergeladen werden. Das hat rechtliche Gründe: Generell ist diese Funktion verboten - wie auch alle anderen Geräte, die vor Radarfallen warnen oder diese stören könnten. Der Besitz dieser Warnfunktion ist allerdings legal, so dass es zur Planung der Route benutzt werden kann. Während der Fahrt sollte es aber ausgeschaltet sein. Tempowarner sind allerdings legal und hilfreich - sie warnen vor der Überschreitung einer vorher bestimmten Höchstgeschwindigkeit. So kann man leicht das Knöllchen wegen Rasens umgehen.
Fahrspurassistenten behalten dem Überblick in komplizierten Verkehrssituationen, wie etwa an unübersichtlichen Kreuzungen, und lotsen den Fahrer auf die richtige Abbiegerspur. Darüber hinaus existieren Navi-Geräte mit einer Text-to-Speech-Funktion. Dass die Route durch einen freundlichen Herrn oder eine freundliche Dame angesagt wird, gehört dabei zum Standard-Repertoire, doch geht diese Funktion noch darüber hinaus. Sie liest z.B. Straßennamen vor.

Damit genügend Straßennamen zum Vorlesen vorhanden sind, halten viele Hersteller jede Menge Kartenmaterial bereit. Je umfangreicher das ist, desto teurer ist das Endgerät. Die meisten Navigationsgeräte werden mit den üblichen Karten für Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgeliefert, in manchen Geräten finden sich auch bereits Karten für West- und Osteuropa. Weiteres Kartenmaterial gibt es meist auf den Internetseiten des Navi-Herstellers - einfach das Navi per USBi mit dem Computer verbinden und den Anweisungen der Hersteller folgen. Die nötige Software wird in einigen Fällen bereits vom Navigationsgerät auf den Computer installiert.

Zusätzliche "Goodies": Reiseführer, Fernseher und MP3i-Player

Die Sprachanweisungen des Navigationsgerätes können einige Geräte auch über die Head Unit ausgeben. Da das Navi auf einer FM-Frequenz sendet, kann das Radio diese Frequenz empfangen und die Anweisungen über die Lautsprecher der Hifi-Anlage statt über Navi-Lautsprecher geben. Das ist insbesondere sinnvoll bei Navigationsgeräten, die auch Musik abspielen können - meist sind dies MP3-Dateien. Besitzt das Navi keinen Transmitter, kann es auch per Adapter an die Head Unit angeschlossen werden. Auch zum Telefonieren sind Navigationsgeräte geeignet, wenn sie eine Bluetoothi-Schnittstelle zur Verfügung stellen und damit ein Bluetooth-fähiges Handy ansteuern. Einige Geräte stehen auch als Schnittstelle zum Betrachten von Fotos und sogar als Fernsehgerät zur Verfügung. Besitzt dieses TV/Navigationsgerät einen zweiten Videoeingang, kann es sogar an die Rückfahrkamera angeschlossen werden.

Wer oft mit dem Navigationsgerät auf Reisen geht, findet auch in dieser Sparte Geräte, die zu den interessantesten Punkten einer Stadt führen. Das können Sehenswürdigkeiten sein, aber auch solch nützliche Informationen wie die nächste Tankstelle oder Apotheke.