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TMC - Staumeldungen direkt auf's Navi

Navigationsgeräte mit TMC wissen, wann und wo auf der berechneten Route Staus auftreten - aber oft sind diese Informationen zu ungenau oder nicht mehr aktuell. Im Folgenden werfen wir einen Blick auf das TMC-System und die Vor- und Nachteile für die Autofahrer.

TMC bedeutet Traffic Message Channel. Das System sendet und empfängt Verkehrsinformationen in digitalisierter Form über RDSi im Navigationsgerät. Auch bestimmte Head Units können solche Informationen empfangen, wenn sie einen TMC-Schnittstelle besitzen. Diese stellt die Informationen dann üblicherweise über ein zusätzlich angeschlossenes Navi zur Verfügung.

TMC wird in Deutschland kostenlos über die öffentlich-rechtlichen ARD-Sender an die Autotelematik übertragen, es gibt allerdings in einigen europäischen Ländern wie in Frankreich und Großbritannien auch kostenpflichtige TMC-Dienste (Pay TMC). Wer oft im europäischen Ausland unterwegs ist, kann sich beim Hersteller seines Navigationsgerätes erkundigen, ob ein Upgrade der Software für Pay TMC erhältlich ist. Länder mit frei empfangbaren TMC-Diensten sind beispielsweise Spanien, Schweiz und Österreich sowie Belgien, die Niederlande und Dänemark.

TMC-Technik

TMC-Meldungen bestehen aus drei Variablen: dem Ereignis, der Position des Ereignisses und einem Verfallsdatum. Fällt die Verkehrsstörung zwischenzeitlich weg, sendet das System erneut eine entsprechende Meldung. Der Vorteil von TMC ist, dass der Fahrer unabhängiger von den Verkehrsmeldungen der empfangbaren Radiostationen ist. TMC-fähige Navigationsgeräte übertragen die Meldungen in die aktuelle Routenberechnung und bieten daraufhin auch Alternativrouten an, um einen Stau oder Verkehrsunfall zu umfahren.

Der Nachteil: TMC-Meldungen werden in Gegensatz zum von T-System entwickelten TMC Pro "von Hand" produziert. Das heißt, dass die Meldungen einerseits von Sensoren und Kamerabildern entlang der Straßen, aber auch von der Polizei oder Redakteuren in das System eingegeben werden. Dabei kann es zu Fehlern kommen, die Angaben können ungenau sein oder schlicht schon veraltet, wenn der Fahrer die kritische Stelle mit seinem Auto passiert.