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Diagnosesysteme per Smartphone aktivieren

Das bekannteste Smartphone ist im Augenblick sicherlich das iPhone von Apple, das sich wie auch andere Smartphones mit zahlreichen Apps zum interessanten Supporter für Car-Hifi- und Multimedia-Bastler entwickelt. 2011, so prognostiziert der Hightech-Verband Bitkom, steigt der Absatz von Smartphones um 39 Prozent. Damit wäre jedes dritte Handy bereits ein Smartphone. Zeit also, auch Diagnose-Apps per Handy zu steuern. Hier eine kleine Auswahl.

Mittlerweile werden Smartphones sogar zur Schnittstelle für Hobby-Tuner: der App-Entwickler Faber Acoustical bietet zahlreiche Programme an, die für die Planung und das Ausmessen der eigenen Anlage unerlässlich sind. Dazu gehören Signalscope (ca. 20 Euro) bzw. Signalscope Pro (ca. 60 Euro), die als Oszilloskop dienen und Audiofrequenzen ausmessen. Die Pro-Version beinhaltet vier Tools zur dynamischen Messung von Audiosignalen sowie Testsignale. Das Videoportal Youtube zeigt unter dem Suchbegriff "Faberast", wie es funktioniert. Hinzu kommen Apps, die Audiosignale wie Pink Noise generieren (SignalSuite, ca. 8 Euro) oder SpeakerDraft (ca. 16 Euro), ein App, das die Berechnung von Boxen übernimmt.

Dynolicious von BunsenTech (ca. 11 Euro) stellt Apps für den iPod Touch, das iPhone und sogar den Blackberry Storm bereit: Dynolicious ist zwar kein akkurat messender Prüfstand, doch bietet das Programm nach erfolgter Kallibrierung immerhin Näherungswerte für Beschleunigung, Fliehkräfte und Bremsen an. Es arbeitet nicht mit GPS, sondern mit dem iPhone- bzw. Blackberry-eigenen Beschleunigungsmesser. 

Onboard-Diagnose per Telefon

Viele weitere Apps nutzen die OBD-IIi-Schnittstelle des Fahrzeugs und einen OBD-II-Interface mit ELMi-Chip, der die Kommunikation zwischen der fahrzeugseitigen Diagnose und dem Smartphone unterstützt. Dazu gehören die folgenden Apps für Android und iOS-Handy-Betriebssysteme.

Deutlich leistungsstärker und damit auch nützlicher noch als Dynolicious ist Rev von DevToaster (ca. 40 Dollar). Rev liest nicht nur Geschwindigkeit und Umdrehungszahlen aus, sondern auch Fehlercodes, Emissionen und Verbrauch, Motortemperatur und vieles mehr. Um Rev nutzen zu können, muss das iPhone über ein dazugehöriges Wifi-Signal mit dem Auto verbunden werden. Das geschieht über einen ElmCANII-Adapter oder einen OBDKey WLAN-Adapter, die Signale der Onboard-Diagnose auslesen und zum Handy senden. Das bedeutet, dass das Auto OBD-II-fähig sein muss, um diese Software überhaupt zu unterstützen. Außerdem ist einer der beiden genannten Adaptertypen notwendig, die am OBD-II-Anschluss des Autos angedockt werden.

OBDroid, Bluetoothi OBD Reader für das Android-Betriebssystem oder DashCommand für das iPhone oder den iPad lesen eine große Bandbreite von Fahrzeugdaten aus. OBDroid (ca. 3 Dollar) für Android-Betriebssysteme liest Fehlercodes aus, wenn es mit einem OBD-II-Adapter mit ELM-Chip per Bluetooth mit dem Auto verbunden ist. Der kostenlose Bluetooth OBD Reader kann darüber hinaus noch Daten für die Tankfüllung verarbeiten und Informationen hochladen. Auch er benötigt den OBD-II-Adapter mit ELM-Technologie fürs Auto, um die Signale empfangen zu können. Die App DashCommand (ca. 40 Euro) fürs iPhone kann auch in einer Version für Windows-fähige Computer oder Laptops geladen werden. DashCommand bietet ähnliche Features wie Rev, darunter Fehlercodes auslesen, Überprüfen der Fahrzeugperformance, ökonomisches Fahren und Motorkennzahlen wie Motortemperatur und vieles mehr. Auch hier ist der erwähnte OBD-II-Adapter notwendig.