Skip to Content

Smart navigieren mit dem iPhone

Smartphones haben mittlerweile nicht nur den Siegeszug im Handy-Sektor angetreten - sie sind mittlerweile auch zu fähigen mobilen Navigationsgeräten gereift. Am Beispiel des Platzhirsches iPhone ab Modell 3G mit GPS zeigen sich die zahlreichen technologischen Möglichkeiten, die mobile Navigationssoftware per Smartphones mittlerweile bieten.

Für das iPhone wie auch für andere Smartphones existieren mittlerweile zahlreiche Apps, mit denen ein fest eingebautes Navigationsgerät scheinbar überflüssig wird. Beispiele hierfür sind der Navigon MobileNavigator Europe für knapp 90 Euro und die TomTom iPhone Navigation für knapp 60 Euro.

Navigation per Fingerzeig

Seit das iPhone mit GPS-Empfängern ausgestattet ist, eignet es sich als Navigationsgerät auch im Auto. Zu unterscheiden sind hier Onboard- und Offboard-Navigation. Erstere kann zum Problem werden, da die Karten auf dem Handy verfügbar sind - der Speicherplatz kann dann schnell knapp werden. Offboard-Lösungen sind deutlich schlanker, bedürfen allerdings einer ständigen Online-Verbindung mit dem Kartenzulieferer. Bei Auslandsfahrten ist dann Vorsicht geboten, denn hier kann das ständige Online-Sein schnell teuer werden. Wichtig sind auch hier die Funktionen wie Fahrspurassistent oder Text-to-Speech, die das Navigieren erheblich erleichtern.

Navigon sprang als erster auf den Zug auf und bietet mittlerweile eines der ausgereiftesten Systeme (ca. 100 Euro für die Version mit Europakarten, ca. 75 Euro für die Version Deutschland/Österreich/Schweiz) für das iPhone an. Das bestätigt auch ein kürzlich erfolgter Test des ADAC. So kann zum Beispiel eine Adresse aus dem Telefonbuch des iPhone einfach angesteuert werden, um eine Route dorthin zu berechnen. Staumeldung über TMC werden nicht angeboten, dafür verbindet sich das System online mit dem Dienst Traffic Live - im Ausland würden also Roaming-Gebühren anfallen.

Navi-Hersteller TomTom hat spät nachgezogen und liefert dafür mit der Fotonavigation ein besonderes Goodie: TomTom verspricht, ein geschossenes Foto als Point of Interest ansteuern zu können, ohne dass die Adresse eingetippt werden muss. Der kostenpflichtige Stauwarndienst HD-Traffic ist im Preis des Apps von ca. 40 Euro (D-A-CH-Version, ca. 80 Euro für die Europa-Version) integriert. Negativ fällt auf, dass TomTom hin und wieder das GPS-Signal verliert, so dass eine genaue Positionsbestimmung manchmal schwerfällt. Auch TomTom kann zu den Adressbuch-Kontakten navigieren und beinhaltet einen Fahrspurassistenten nebst Text-to-Speech-Funktion.

Eine der günstigsten Navi-Varianten aus dem App-Store ist Skobbler (ca. 1,60 Euro). Die Navigation ist nicht immer 100 Prozent genau, die Darstellung in 2-D, doch für wenig Geld gibt es eine funktionale Alternative zu den größeren Anbietern. Mittlerweile arbeitet Skobbler mit OSM, OpenStreetMap, das auch als "Wikipedia der Weltkarten" bezeichnet wird und über frei verfügbare Geodaten Karten erstellt. Die Software verbraucht sehr wenig Speicherkapazität, da man die Karten über das Internet updaten kann. Das bedeutet aber auch, dass eine Flatrate für Daten auf dem iPhone Voraussetzung für die Nutzung von Skobbler ist.